Montag, 10. September 2018

Bibel – Beten - Bollerwagen, ökumenisch pilgern durchs Langenbachtal


Damit die Saat aufgeht



Miteinander auf den Pilgerweg begaben sich am vergangenen Sonntagnachmittag (2. September 2018) fast 40 katholische und evangelische Christen, darunter auch Superintendent Peter-Thomas Stuberg, Dechant Karl-Hans Köhle sowie Pfarrer Wolfgang Winkelmann. 9 km schönstes Langenbachtal in Geisweid lag vor den Pilgern, als Superintendent Stuberg bei Haus Patmos den 2. Ökumenischen Pilgergang mit einem geistlichen Wort eröffnete. An den drei Stationen unterwegs wurden biblische Texte zum Säen betrachtet, Lieder gesungen und gebetet.
„Damit die Saat aufgeht …“ lautete das Motto für die Wegstrecke. Aus einem kleinen Senfkorn kann ein großer Baum entstehen. Vögel können die mühsam ausgestreute Saat auffressen, so dass keine Frucht entstehen kann. Mit dem Samen wurde das Wort Gottes in Verbindung gebracht. Jesus hat ein mächtiges Vertrauen in die Kraft seiner Worte und in die Menschen, die seine Worte dankbar hören und aufnehmen. Das Erfülltsein vom Wort Gottes verändert Menschen, lässt sie aufblühen und zu einem Segen für andere werden.

Viele der Teilnehmenden nutzten das gemeinsam Unterwegs sein zum miteinander plaudern und erzählen. Man kam über die biblischen Impulse ins Gespräch. Immer voran der Bollerwagen mit den Utensilien für die Stationen. Gleichzeitig konnte die wunderbare Landschaft mit Ausblick beispielsweise auf Langenholdinghausen genossen werden. Ein roter Fleck auf einer Wiese fiel der Wandergruppe ins Auge. Er entpuppte sich als Luftballon, der in Kassel auf die Reise geschickt worden war. Die anhängende Karte soll der Absenderin mit Fundortvermerk zugeschickt werden. Der Pilgerweg stieg an bis zum Steimelskopf auf 387 Höhenmeter. Nach gut drei Stunden kam die ökumenische Pilgergruppe wieder am Haus Patmos an. Dechant Karl-Hans Köhle ließ das Erlebte auf der  Wegstrecke Revue passieren, das Entdecken von Menschen, die mit auf dem Weg sind, die wunderschöne Natur und das Wahrnehmen seiner selbst. Köhle: „Was bleibt von diesem Weg? Ermutigung, Zuversicht und Gottvertrauen über den Tag hinaus.“

Der präzise von Pfarrer Volker Schubert und Dekanatsreferent Christoph Schüttler vorbereite Pilgerweg endete mit einem Abendessen im Haus Patmos.

Text: Karlfried Petri