Montag, 27. Mai 2019

72-Stunden-Aktion der DPSG St. Michael


Die DPSG St. Michael Siegen hat vom 23.05. - 26.05.19 an der bundesweiten 72-Stunden-Aktion teilgenommen. Dies ist die größte Sozialaktion Deutschlands. Der Koordinierungskreis der Siegener 72-Stunden-Aktion wählte für die DPSG St. Michael Siegen die Aufgabe, Müll zu sammeln. Die Gruppe löste diese Aufgabe mit großem Einsatz und sammelte insgesamt 40 große Säcke Müll, insbesondere am Siegufer unter der Brücke der HTS. Außerdem wurde auch Sperrmüll und Unrat in der Natur gefunden, aus dem die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein Kunstwerk als "Mahnmal" schafften. Dieses stellte die Gruppe am Sonntag auf dem Kirchplatz aus, damit die Gemeinde es betrachten konnte.
Im Zusammenhang mit dieser Aktion hatte die DPSG St. Michael außerdem die Idee, einen Spendenaufruf zu starten, bei dem entweder ein beliebiger Betrag pro gesammeltem Müllsack oder auch eine fixe Summe gespendet werden konnten. Der komplette Erlös wird an die DRK-Kinderklinik gespendet. Der Gruppe gilt ein großer Dank, denn sie hat durch ihren Einsatz dazu beigetragen, die Welt in 72 Stunden ein Stück besser zu machen.

Projektpate war Pastor Markus Püttmann.

Dienstag, 14. Mai 2019

Die Brandprozession, eine Prozession für ganz Siegen





Am 12. Mai 2019, wie jedes Jahr 3 Wochen nach Ostern, fand von der St. Marien-Kirche aus die Brandprozession statt. Der Weg führte von der St. Marien-Kirche durch die Poststraße auf den Platz vor dem Unteren Schloss, wo früher die simultan genutzte Kirche St. Johannes stand.

Am 20. April 1695 wurde die Kirche beim großen Stadtbrand ein Raub der Flammen.
Unter dem Eindruck dieser Katastrophe sowie der Tatsache, dass die Katholiken nach der Zerstörung der Johanneskirche kein geeignetes Gotteshaus besaßen, entstand die sogenannte Brandprozession.

An der Station auf dem Schlossplatz gedachte man in einer Andacht der Menschen unserer Stadt Siegen. Diakon Weißner betete für die Stadt, dass Unheil und Not von Siegen ferngehalten werde.

Leider schlossen sich nicht viele Siegener Christen dieser für unsere Stadt bittenden Prozession an.

Montag, 13. Mai 2019

Aktion Maria 2.0




An: Papst Franziskus und die Synode der Bischöfe

Offener Brief aus Anlass des Sondergipfels zum Thema der sexualisierten Gewalt in der Kirche
Heiliger Vater,
wir Frauen glauben, Jesus von Nazareth hat Männern UND Frauen seine befreiende
Frohe Botschaft der Liebe verkündet und uns alle zur Nachfolge aufgerufen.
Wir beklagen
• die vielen bekannten und unbekannten Fälle von Missbrauch und Verletzungen jeglicher Art in der römisch-katholischen Kirche
• deren Vertuschung und Verdunkelung durch Amtsträger
• das Fehlen glaubhafter Entschuldigungen und echter Hilfe für alle, denen Gewalt angetan wurde
• dass deshalb viele Menschen der Kirche die Botschaft nicht mehr glauben
Wir stehen fassungslos, enttäuscht und wütend vor dem Scherbenhaufen unserer Zuneigung und unseres Vertrauens zu unserer Kirche.

Darum fordern wir, wie schon viele vor uns :

• kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben
• die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden
• Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche
• Aufhebung des Pflichtzölibats
• kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten

Frauenlob wird gerne von Kirchenmännern gesungen, die aber allein bestimmen, wo Frauen ihre Talente in der Kirche einbringen dürfen. In ihrer Mitte dulden sie nur eine Frau: Maria. Auf ihrem Sockel. Da steht sie. Und darf nur schweigen.
Holen wir sie vom Sockel! In unsere Mitte. Als Schwester, die in die gleiche Richtung schaut, wie wir.